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Nun wird es konkret. Körperveränderungen in der Pubertät sind für die Heranwachsenden kein theoretischer Unterrichtsstoff mehr; alles kann nach und nach live am eigenen Körper erfahren werden. Sogar das Gehirn wird in dieser Zeit zu einer Großbaustelle. In dem Buch „Warum sie so seltsam sind – Gehirnentwicklung von Teenagern[1] wird eindrücklich gezeigt, was dort im Gehirn geschieht, und welchen Einfluss es auf Teenager hat. In einer Zeit, in der die Fruchtbarkeit erwacht, Schwangerschaften schon möglich sind und gleichzeitig die Hormone oft Samba tanzen, ist es besonders wichtig, dass junge Leute gut aufgeklärt durchs Leben gehen. Wer schon vor langer Zeit die Gesprächszüge hat abfahren lassen, wird vielleicht schmerzlich feststellen, dass nun andere Ratgeber gefragt sind, etwa die Peer-Group oder einschlägige Zeitschriften. Nichts desto trotz, wenn Sie das nun vielleicht erst erkannt haben, können Sie das Gespräch dennoch immer mal wieder anbieten, vielleicht auch sagen, dass Sie inzwischen anders darüber denken – und respektieren, wenn Sie dennoch nicht gefragt sind. Denn die Pubertät ist ja gerade die Zeit, in der die Wertevorstellungen der Eltern, die früher im Kindesalter so einfach übernommen wurden, hinterfragt werden, neu geordnet und vieles über Bord geworfen wird. (Manches wird dann später wieder mehr oder weniger heimlich zurück ins Boot geholt, aber Auseinandersetzung ist nun mal vorrangig bei vielen Pubertierenden angesagt.). Denn wir sind keine Kopie unserer Eltern, von daher ist diese Zeit für Teenager auch unwahrscheinlich wichtig.
Ebenfalls bedeutsam ist der Wunsch von Teenagern als solche wahrgenommen zu werden, die unterwegs auf dem Weg vom Kind zum Erwachsenen, ihr Leben meistern können, die ‚klar kommen‘. Wer mag es daher einer Teenager-Schwangeren verdenken, wenn diese partout ihren Eltern nichts davon erzählen mag, lieber das Kind gleich abtreiben möchte, hat sie nun doch jahrelang aus deren Mund nichts anderes als abfällige Bemerkungen über ‚solche gehört, die in jungen Jahren zu blöd waren, um entsprechend vorzusorgen…‘. Eine andere Teenager-Mutter von vier Kindern signalisiert hingegen Gesprächsbereitschaft: „Wenn Ihr mal empfindet, Ihr hättet einen Fehler gemacht, so ist es wichtig, auf diesen nicht gleich spontan noch einen anderen Fehler drauf zu setzen…. Wir können immer miteinander reden und gemeinsam überlegen, was man dann tun kann.“

Vom Weißen Kreuz werden zum Thema Sexualaufklärung derzeit zwei Internetseiten angeboten: www.gutaufgeklärt.de  für Teenager und die Partnerseite für Lehrkräfte www.gutaufklären.de
Für letztere Seite ist die MCS-Gesamtschule Referenzschule. Stundenentwürfe wurden dort in der Jahrgangsstufe 7 praxiserprobt. Nach Lehrplan wird immer in der Jahrgangsstufe 7 ein dreitägiges Sexualkundeprojekt durchgeführt, das seit nunmehr 4 Schuljahren auch als Medipäds-Projekt von Frau Dr. Buth betreut wird.

Dabei spielt Verantwortung eine große Rolle: Verantwortung für eine selbstbestimmte Sexualität, die eigene und Grenzen anderer achtet. Verantwortung für die eigene sexuelle Lerngeschichte. Verantwortung aber auch für ein neues Leben, das beim Sex entstehen kann.
Die Schüler lernen Grundlegendes über die Entwicklung von Kindern im Mutterleib, ihre Ausdifferenzierung schon in frühen Schwangerschaftswochen, und dass dort kein undefinierbarer Zellklumpen heran wächst, sondern ein einzigartiger, wunderbar gemachter neuer Mensch. Ziel dieser Unterrichtseinheit ist es, dass die Teenager ein gutes Verständnis für Pubertätsentwicklung, Geschlechtsorgane, Sexualität, Empfängnisverhütung, Schwangerschaft und Geburt entwickeln und verantwortungsvoll mit ihrem Körper und ihrer Sexualität umgehen.


[1] Barbara Strauch, Gehirnentwicklung von Teenagern – Warum sie so seltsam sind